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Liebe Leserinnen und Leser,

Dr. Benjamin Grimm

Kritik muss man akzeptieren und damit – auch selbstbewusst - umgehen: Am 21. August hat der Landesrechnungshof unsere Digitalisierungsstrategie kritisiert – bezogen auf die Staatskanzlei jedoch nicht zu Finanzierungsfragen, sondern inhaltlicher Art. Wir werten die Hinweise selbstverständlich aus. Grundsätzlich gilt: Wir sind schnell gestartet, um voran zu kommen, denn die Digitalisierung ist für uns ein zentrales Thema. Deshalb werden wir uns dabei personell stärker aufstellen. Derzeit wird ein eigenes Digitalreferat zur Koordinierung der Arbeit aufgebaut. Und wir evaluieren die ´Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg` aus dem Jahr 2018. Denn wir wollen das zentrale Zukunftsthema mit Ihnen gemeinsam voranbringen. Gerne halte ich Sie dazu auf dem Laufenden.

Jetzt aber zu den aktuellen Ereignissen: Für rund 300.000 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg hat Anfang August das neue Schuljahr begonnen. In den vergangenen Wochen wurde der Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen noch einmal deutlich intensiviert – so sind inzwischen mehr als 400 Schulen an die Schul-Cloud Brandenburg angebunden. Das ist fast die Hälfte der brandenburgischen Schulen. Knapp 100 weitere sollen in diesem Schuljahr hinzukommen, da die Wissensvermittlung auf digitalem Wege immer wichtiger wird.

Wie virtueller Unterricht aktiv gestaltet werden kann, zeigt das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM). Gemeinsam mit dem Forum Bildung Digitalisierung bietet das Institut ein Fortbildungsangebot, das Schulleitungen dabei hilft, ihre pädagogischen Konzepte um digitale Aspekte zu erweitern und schlüssig im Schulkonzept zu verankern.

Aber nicht nur der Bildungssektor profitiert derzeit vom Digitalisierungsschub. Auch unser alltägliches Zusammenleben kann durch digitale Tools ganz konkret bereichert werden. Diesbezüglich lohnt ein Blick auf die wachsende Zahl von Smart Village-Apps. Die Gemeinde Michendorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist jetzt zu dem Kreis der Gemeinden hinzugekommen, die ihren Bürgerinnen und Bürgern eine mobile Informations- und Serviceplattform zur Verfügung stellen, die Nachrichten, Veranstaltungsangebote und digitale Verwaltungsdienstleistungen anbieten.

Auch im Gesundheitsbereich trägt die Digitalisierung zur Vereinfachung von Abläufen bei. So können sich seit Kurzem Patientinnen und Patienten des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums selbst zum stationären Aufenthalt anmelden. Mit dem Express-Check-In über Tablets sollen Wartezeiten bei der Aufnahme vermieden werden. Das Digital-Angebot wird im Rahmen des Modellprojekts „Smart Cities“ gefördert. In einem nächsten Schritt soll eine Check-In App eingeführt werden, mit der Patientinnen und Patienten schon von zu Hause aus einchecken können.

Weitere Neuigkeiten zur Digitalisierung aus Brandenburg, Deutschland und Europa finden Sie wie immer kompakt in unserem Newsletter.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Dr. Benjamin Grimm - Staatssekretär in der Staatskanzlei

 

Newsletter BrandenburgDigital

INHALT
     Neues aus Brandenburg
     Bund und Europa
     Termine
 


Neues aus Brandenburg

Jetzt bewerben: Förderpreis „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“

Digitale Medien haben in den vergangenen Monaten eine immer größere Rolle gespielt. Damit gewinnt auch die Medienkompetenz für Heranwachsende immer mehr an Bedeutung. Deshalb werden die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) auch in diesem Jahr wieder den Förderpreis „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ verleihen. Schul-Fördervereine oder Bildungsstätten, die innovative medienpädagogische Projekte entwickelt haben, können diese noch bis zum 13. September einreichen. Dabei werden Projekte, die als Reaktion auf die Corona-Krise ausschließlich digital stattfinden, in diesem Jahr bevorzugt unterstützt. Link

Smart-Grid: Ministerpräsident Woidke eröffnet Hightech-Ausbildungszentrum der E.DIS

Die Digitalisierung der Versorgungsnetze nimmt Fahrt auf: Mit einem digitalen Knopfdruck durch Ministerpräsident Dietmar Woidke, dem E.DIS-Vorstandsvorsitzenden Alexander Montebaur und dem Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel, Steffen Scheller, ist das Hightech-Trainingscenter der E.DIS in Betrieb genommen worden. Im neuen SmartGrid-Ausbildungszentrum sollen in den ersten zwei Jahren etwa 400 E.DIS-Beschäftigte eine Schulung zu neuen Digitaltechnologien im Netz erhalten. Auch die Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Netzbetreiber ist hier möglich. Link

Besser vernetzt: Glasfasernetz für die Prignitz

Die Telekommunikationsgesellschaft Wemacom Breitband GmbH baut bis Mitte 2023 eine 224 Kilometer lange Glasfaser-Trasse im Landkreis Prignitz. Dafür wurden im Rahmen der Bundesförderung Breitband insgesamt rund 24,6 Mio. Euro Fördermittel bewilligt. Zu dem Projektgebiet gehören die Gemeinden Perleberg, Karstädt, Lanz, Lenzen (Elbe) und Lenzerwische. Damit können sich rund 1.100 Haushalte einen kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss sichern. Link

Neues Mitglied: Potsdam im Zweckverband „Digitale Kommunen Brandenburg“

Potsdam tritt dem Zweckverband „Digitale Kommunen Brandenburg“ bei. In dem Verband sind 29 Städte und Gemeinden zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Digitalisierung zu bündeln, ihre digitalen Verwaltungsdienstleistungen zu vernetzen sowie Lösungen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) anzubieten. Zum Angebot des Verbandes gehören zudem Beratungen zur IT-Strategie, IT-Sicherheit, Aus- und Fortbildungsangebote oder Unterstützungsleistungen im Bereich Datenschutz. Link

Nachhaltig programmieren: Ethische Standards für Entwicklerinnen und Entwickler

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der weltweit größte Berufsverband für Elektroingenieure, das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), setzen sich künftig gemeinsam für ethische Standards in der IT-Systementwicklung ein. Die Kooperation wurde auf der jährlichen Konferenz der Global Design Thinking Alliance (GDTA) vereinbart. Die Standards sollen Programmierern ermöglichen, bei der Entwicklung von IT-Systemen ethische Fragen von Anfang an mitzudenken. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Datenschutz sollen stärker in einem wertebasierten Design verankert werden. Link


Bund und Europa

Künstliche Intelligenz mit Gewissen: Steinmeier fordert „Ethik der Digitalisierung“

Wie Digitalisierung ethisch gestaltet werden kann, treibt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um. Unter seiner Schirmherrschaft soll nun ein interdisziplinäres Team aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten konkrete Handlungsvorschläge für die Digitalpolitik erarbeiten. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Produkte und Plattformen so gestaltet werden können, dass sie Freiheitsräume schützen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen ein normatives Fundament bereitstellen sowie konkrete digitalpolitische Maßnahmen und praxistaugliche Anwendungen ermöglichen. Link

Auf dem Weg in die Büros: Digitalisierung durchdringt die Arbeitswelt

Deutschland erlebt angesichts der Corona-Pandemie einen enormen Digitalisierungsschub. Die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen habe aber bereits in den vergangenen Jahren schon massiv zugenommen, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung feststellt – auch in Branchen und Berufsfeldern, in denen Digitalisierung bislang keine große Rolle gespielt hat. Allein im Jahr 2018 entfielen fast vier von fünf Online-Stellenanzeigen auf Berufe, für die digitales Know-how eine Grundvoraussetzung darstellten. Link

Bitte mehr Digitalisierung: Deutsche wollen stärkeren Fokus der Bundesregierung auf Digitalpolitik

Laut einer Umfrage des eco-Verbands wünschen sich zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, dass sich die Bundesregierung intensiver mit digitalpolitischen Themen befasst. Dabei sehen die Befragten vor allem beim „Ausbau der digitalen Infrastruktur“ (67,8 %), dem „Ausbau digitaler Bildung“ (54 %) und beim Thema „IT-Sicherheit und Datenschutz“ (46,5 %) Handlungsbedarf. Zudem befürwortet mehr als die Hälfte ein Digitalministerium auf Bundesebene. Link

Mehr als skypen: Digitalisierung als Chance für ältere Menschen

Digitale Technologien können dabei unterstützen, im Alter selbstbestimmt zu leben. Das ist eine zentrale Erkenntnis des Achten Altersberichts der Bundesregierung. Demnach kann die digitale Transformation entscheidend dazu beitragen, Gesundheitsversorgung und Pflege im Alter zu verbessern, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, damit sie sich aktiv in die Gesellschaft einbringen können. Allerdings sei ein großer Teil der Seniorinnen und Senioren von der Teilhabe und den Möglichkeiten digitaler Technologien derzeit noch ausgeschlossen. Diese „digitalen Kluft“ müsse abgebaut werden, fordert Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Link

Neue Ordnung für Kryptowährung: Europäische Kommission plant einheitliche Regeln für digitale Währungen

Die Politik stellt sich immer mehr darauf ein, dass Kryptofinanzprodukte langfristig Teil der Finanzmärkte werden. Deshalb will die Europäische Kommission einheitliche Regeln für digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Libra schaffen. Noch im Frühherbst soll dafür ein konkreter Entwurf vorliegen. Ziel sei es, Rechtssicherheit und damit ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen und zugleich Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Investorinnen und Investoren zu schützen. Link

Termine

16. September 2020 / Bitcom Bildungskonferenz 2020 – #bildung20

Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie nötig und vielseitig digitales Lernen sein kann. Doch wie sieht der Weg in die digitale Zukunft der Bildung für Schulen, Hochschulen, sowie Aus- und Weiterbildungsinstitutionen aus? Auf der diesjährigen Bildungskonferenz diskutieren erstmals rein virtuell mehr als 600 Teilnehmende aus Politik, Bildungspraxis, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die digitale Transformation des Schulwesens sowie die Themen Berufliche Bildung und Lebenslanges Lernen.

Termin: 14. und 15.09.2020 | 15.00 – 17.30 Uhr

Veranstaltungsort: Online

https://bildungs-konferenz.de/

September 2020 / FachkräfteTag Potsdam – Online Videoprogramm „Arbeit der Zukunft“

Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und ein durch neue Technologien und Digitalisierung geprägter Wandel der Arbeitswelt: Die vierte Auflage des FachkräfteTags Potsdam nimmt sich unter dem Schwerpunkt „Arbeit der Zukunft“ aktuellen Veränderungen unseres Arbeitsalltags an und will den Teilnehmenden Strategien vermitteln, wie Unternehmen den Wandel aktiv mitgestalten können.

Termin: 16.09.2020

Veranstaltungsort: Online

https://www.fachkraeftetag-potsdam.de/

16. September 2020 / Barcamp Digital Mobility

Wie kann Digitalisierung dabei helfen, die Mobilität in Städten zu verbessern? Dieser Frage geht in diesem Jahr das Digital Mobility Barcamp nach. Dabei sollen gemeinsam Ideen und Konzepte für den Einsatz umweltfreundlicher Technologien entwickelt werden, die Themen wie Luftqualität, Verkehrslärm und Barrierefreiheit behandeln. Gleichzeitig soll es darum gehen, wie die Stadt lebenswerter wird und Digitalisierung dabei helfen kann, den Stadtraum gerechter zu verteilen.

September 2020, 10.00 – 15.00 Uhr

https://digital-bb.de/de/kalender/barcamp-digital-mobility

September 2020 / Local Heroes Creators Day

Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten aufgepasst: Im Rahmen der Lokaljournalismus-Initiative „Local Heroes“ lädt das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) zur ersten Online-Ausgabe des „Creators Day“ ein. Beim „Local Heroes – Creators Day“ können die Teilnehmenden neue, digitale Tools für innovative Berichterstattungsformate kennenlernen und darüber diskutieren, wie sie sinnvoll in Redaktionen angewendet werden können.

Termin: 16.09.2020 | 10.00 – 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Online

https://www.miz-babelsberg.de/veranstaltungen/kalender/kalender-local-heroes-creators-day.html


17. September 2020 / DIGITAL FUTUREcongress

Der DIGITAL FUTUREcongress erprobt dieses Jahr die Zukunft der digitalen Vernetzung. Dafür kommen erstmals neue Technologien zum Einsatz, damit der Kongress auch unter den aktuellen Corona-Bedingungen stattfinden kann. Besucherinnen und Besucher können zentrale Themen der Digitalisierung in Vorträgen, Workshops und persönlichen Gesprächen live vor Ort in einer großzügigen Umgebung mit viel Platz erleben. Zusätzlich wird der Kongress als hybride Veranstaltung organisiert. Teilnehmende können über eine hierfür entwickelte Veranstaltungs-App und über Live-Chat-Funktionen miteinander kommunizieren.

Termin: 17.09.2020 | 08.30 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort: MOC der Messe München Halle 3 und 4 und Online

https://muenchen.digital-futurecongress.de/index.php/de/

 
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