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Liebe Leserinnen und Leser,

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jeden Tag sind wir direkt oder indirekt Teil der digitalisierten Welt. Digitalisierung verändert die Art, wie wir arbeiten, kommunizieren und uns informieren. Umso wichtiger ist es mir, dass sich alle Brandenburgerinnen und Brandenburger souverän und sicher in der digitalen Welt bewegen können. Der Digitaltag soll dabei helfen, Rüstzeug für den gemeinsamen digitalen Weg zu geben. Am 24. Juni finden bundesweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt, bei denen die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung beleuchtet und diskutiert werden. Die DigitalAgentur Brandenburg hat dazu mit der „Tour de Brandenburg spezial“ einen digitalen Staffellauf durch vier Kommunen geplant: Von Werder geht es nach Brandenburg an der Havel, weiter nach Herzberg und in den Landkreis Barnim – hier zeigt sich, wie digitale Lösungen das Zusammenleben verändern und verbessern. Ich freue mich, wenn sich die Aktionslandkarte in Brandenburg weiter füllt: Bis zum 22. Juni haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Aktionen und Veranstaltungen einzutragen und sich somit am Digitaltag zu beteiligen. Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.

Um „Digitale Orte in Brandenburg“ geht es auch in einer gleichnamigen Studie, die die Initiative neuland 21 für das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie erstellt hat. Zu den digitalen Orten gehören Coworking Spaces, Gründungszentren, digitale Bildungsorte wie Makerspaces und Fab Labs sowie Workation- und Retreat-Orte. Die Studie zeigt, welchen Beitrag diese Orte für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel ländlicher Regionen leisten können. Neben einer Bestandsaufnahme werden auch Handlungsempfehlungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten ausgesprochen. Welches Potenzial solche Orte haben, zeigte der Summer of Pioneers 2020 in Wittenberge. Aus der Idee der Stadt, zeitlich begrenzt kostenlose Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und so den Ort wiederzubeleben, ist die Initiative „elblandwerker*“ entstanden. Einige der damaligen Teilnehmenden haben sich zusammengeschlossen, um Interessierte zu unterstützen, sich in der Prignitz anzusiedeln, zu vernetzen und gemeinsam Ideen und Projekte in die Region zu verwirklichen. Umso mehr freut es mich, dass das digitale Landleben jetzt wieder in Brandenburg – genauer gesagt in Herzberg (Elster) – erprobt werden kann. Vom 1. Juni bis zum 30. November 2022 beziehen 20 Kreative und Digitalarbeiterinnen und -arbeiter in der Stadt im Süden Brandenburgs ihr Domizil.

In der Lausitz fördert die Landesregierung Digitalprojekte, die zur Strukturentwicklung beitragen. Ein lebensrettendes, digital-gestütztes Vorhaben unterstützen wir mit 160.000 Euro: Da es im Landkreis Spree-Neiße an notärztlichem Personal mangelt, muss Unterstützung von außerhalb angefordert werden. Bis diese eintrifft, sind Rettungssanitäterinnen und -sanitäter auf sich allein gestellt. Im Rahmen des Projektes „Telemedizin im Rettungsdienst Landkreis Spree-Neiße“ wurde eine Spezialbrille für Sanitäterinnen und Sanitätern entwickelt. Deren Blickfeld wird in das Fahrzeug von Notärztinnen und -ärzten übertragen. Während der Anfahrt können so bereits erste vielleicht sogar lebensrettende Anweisungen gegeben werden. Durch moderne Technik werden so gerade in dünn besiedelten Regionen Distanzen überwunden und die digitale Daseinsvorsorge im ländlichen Raum wird gestärkt. Auf diese Weise können entlegene Regionen an Attraktivität gewinnen.

In diesen Zeiten bewegt uns alle der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Für die Geflüchteten hat Brandenburg kurzfristig die Online-Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis entwickelt und bundesweit zur Verfügung gestellt. Bearbeitungs- und Wartezeiten werden damit deutlich verkürzt. Der Online-Dienst sowie weitere Informationen sind auf der Seite des Bundesinnenministeriums auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch zu finden.

Weitere Neuigkeiten zur Digitalisierung aus Brandenburg, Deutschland und Europa finden Sie wie immer kompakt in unserem Newsletter.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Dr. Benjamin Grimm
Staatssekretär in der Staatskanzlei


 
 

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     Neues aus Brandenburg
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Neues aus Brandenburg

Frühkindliche Medienbildung: Aufstockung der Förderrichtlinie

Bereits unsere Jüngsten kommen mit vielfältigen Medien in Berührung. Neben dem Elternhaus haben auch Kindergärten und Kindertagesstätten einen Einfluss darauf, welche Medien Kinder kennenlernen und wie sie mit Medien umgehen. Für diese frühe Kompetenzvermittlung stehen ab sofort Fördermittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ des Bundes für Fortbildungen von pädagogischen Fachkräften und für die digitale Ausstattung von Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen zur Verfügung.

Mehr dazu auf mbjs.brandenburg.de


Smart Village App: Förderung für Kommunen

Die Smart Village App ist seit Jahren erfolgreich und gewinnt immer mehr Anhängerinnen und Anhänger unter den Brandenburgerinnen und Brandenburgern. Das Innenministerium fördert Kommunen, die sich für die Nutzung der App entscheiden, mit bis zu 20.000 Euro. Sieben Kommunen können die Förderung für dieses Jahr noch erhalten.

Mehr dazu auf ozg.brandenburg.de


Erneuerbare Energien: Solaratlas zeigt Potenzial auf

Brandenburgerinnen und Brandenburger, Unternehmen und Kommunen erhalten mit dem Solaratlas ein smartes Werkzeug an die Hand: Über die Webseite erfahren Nutzerinnen und Nutzer adressgenau oder auch für ganze Gemeinden, auf welchen Flächen und Dächern Potenzial für den Photovoltaikausbau besteht.

Mehr dazu auf mwae.brandenburg.de


Im Regelbetrieb: E-Akte am Landgericht Potsdam

Sowohl in neu angelegten Zivilverfahren als auch bei den Kammern für Handelssachen werden im Landgericht Potsdam seit April ausschließlich E-Akten verwendet. Weitere Pilotprojekte erfolgen an den Landgerichten Frankfurt (Oder) und Neuruppin sowie an den Amtsgerichten Brandenburg an der Havel und Strausberg. Auch für weitere Verfahrensarten, Fachrichtungen und für die Staatsanwaltschaften sind Pilotprojekte geplant.

Mehr dazu auf digitalesbb.de


Mobilität: Brandenburgs erste smarte Ampel  

Seit Anfang Mai gibt es in Wittstock Brandenburgs erste digitale Ampel: Möchte ein sehbehinderter Mensch die Fahrbahn sicher überqueren, sendet die digitale Ampel ein Signal an das Smartphone, sobald die Ampel auf Grün schaltet.

Mehr dazu auf ls.brandenburg.de

 

Digitale Bildung: Brandenburgs Schul-Cloud auf Ukrainisch

Ab sofort ist die Schul- und Bildungscloud der Länder Brandenburg, Thüringen und Niedersachsen auch auf Ukrainisch verfügbar. Über Auswahlbuttons in Form von Länderflaggen können Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zwischen Deutsch, Englisch, Spanisch und Ukrainisch wählen. Mit Hilfe der Ausgestaltung der Schul-Cloud in ukrainischer Sprache soll geflüchteten Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, ihren Bildungsweg in Deutschland unkompliziert fortzusetzen.

Mehr dazu auf kommune21.de


Brandenburger Stromnetzbetreiber: Digitalisierung im Stromnetz

287 Millionen Euro investiert Stromnetzbetreiber Mitnetz in den Ausbau und die Erneuerung des Stromnetzes. Für Brandenburg sind neue Hochspannungsleitungen von Großräschen nach Schwarzheide, Finsterwalde und Altdöbern geplant. Außerdem sollen digitale Trafostationen entstehen. Durch die Auswertung digitaler Sensordaten können so Netzengpässe vermieden werden. Zudem wird die Nutzung von lokalem Strom aus erneuerbaren Energien erhöht. Innerhalb der nächsten vier Jahre sollen bis zu 30 Prozent der Trafostationen digital ausgestattet sein.

Mehr dazu auf zeit.de


Smarter Hörtipp: „Boomtown Cottbus“

Cottbus ist eine Stadt im Wandel und hat sich auf den Weg gemacht, Europas Modellstadt für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Wachstum zu werden. Im Podcast „Boomtown Cottbus“ sprechen Expertinnen und Experten über globale Lösungen, die in Cottbus gefunden werden, über Europas modernstes Bahnwerk, den Wandel der Energiewirtschaft und welche Einstiegs- und Aufstiegschancen Cottbus hat, um eine Smart City zu werden.

Mehr dazu auf boomtown.de


Bund und Europa

Neue Lagebeschreibungen: Wo sind Städte und Regionen smart?

Die Initiative Stadt.Land.Digital gibt in zwei Publikationen einen Überblick über Studien und Leitfäden aus dem Jahr 2021. Die Lagebeschreibungen behandeln die Entwicklung und den aktuellen Stand der Digitalisierung in deutschen Kommunen und Regionen, neue technologische Entwicklungen und ihre Potenziale sowie drängende Herausforderungen der Cybersicherheit.

Mehr dazu auf de.digital

 

Podcast: Ein Grundgesetz für das Internet

Digitalkonzerne müssen sich in Europa auf schärfere Regeln einstellen. EU-Länder und das Europaparlament einigten sich zum Digital Services Act (DSA). Dieser soll eine Art Grundgesetz für den digitalen Raum darstellen und dazu beitragen, dass Hassrede und Desinformation schneller aus dem Netz entfernt werden. Was das für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet und wie wirksam der DSA sein wird, erklärt Jakob von Lindern, Zeit-Online-Redakteur des Digital-Ressorts, im Podcast.

Mehr dazu auf zeit.de

 

Digitalisierungsindex: Mittelstand treibt Digitalisierung voran

Der Digitalisierungsgrad der mittelständischen Unternehmen steigt in Deutschland – im Schnitt erreichen die Firmen 59 von 100 Punkten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Telekom-Studie. Die Unternehmen investierten vorrangig in den Ausbau der eigenen IT-Sicherheit und in den Datenschutz. Nicht nur die Pandemie gab den Anstoß, die Digitalisierung im Unternehmen weiter voranzutreiben. Auch die Möglichkeit, eine modernere Arbeitswelt zu schaffen und nachhaltiger zu werden, motivierte die Unternehmen. Zum sechsten Mal wurden mehr als 2.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland zum Grad ihrer Digitalisierung befragt. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal auch die Auswirkungen von neuen digitalen Arbeitsformen untersucht.

Mehr dazu auf digital-x.eu

 

Interview: KI in Heilbronn

Welches Potenzial birgt der Einsatz von KI in Kommunalverwaltungen? In Heilbronn ist diese Frage keine Zukunftsmusik mehr. Welche Anwendungsfelder heute bereits erschlossen sind, erzählen Thomas Laue, Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Heilbronn, und Miriam Eberlein, KI-Projektleiterin im Heilbronner Stadtarchiv, im Interview mit Stadt.Land.Digital.

Mehr dazu auf de.digital


Digitale Bildung: Hemmnis Bürokratie

Die Digitalisierung der deutschen Schulen gelingt nur langsam. In einer Studie untersuchte das mmb-Institut die Gründe dafür. Die Forscherinnen und Forscher setzten sich vor allem mit dem Prozess der Schulbürokratie auseinander und wie Schulen, Politik und Verwaltung effektiver zusammenarbeiten können. Das Ergebnis: Bisher verhielten sich Schulen, Schulverwaltungen, Kommune und Bundesland jeweils sehr im eigenen Interesse. Vernetztes Denken und Agieren fehlten.

Mehr dazu auf handelsblatt.com

 

Umfrage: Deutschen Schülerinnen und Schülern fehlt digitale Kompetenz

Recherche im Internet und Kommunikations-Tools nutzen – bei der Vermittlung dieser Fähigkeiten hängen europäische Schulen hinterher. Das geht aus einer Studie von Fujitsu hervor. Eine Ausnahme ist Dänemark. Hier arbeiten 86 Prozent der Schülerinnen und Schüler mindestens einmal pro Woche online zusammen – in Deutschland sind es nur 12 Prozent. Grundsätzlich scheint die Nutzung digitaler Medien in deutschen Schulen kein Alltag zu sein. Nur 9 Prozent der deutschen Lehrkräfte halten den Einsatz als essenziell.

Mehr dazu auf it-business.de


Termine

12.-13. Mai: Women in Tech-Konferenz

Um den Kulturwandel und die Chancengleichheit im IT-Sektor voranzutreiben, bringt das Hasso-Plattner-Institut (HPI) die Women in Tech-Konferenz auf den Weg. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die inspiriert werden möchten. Expertinnen und Experten sprechen über moderne Führung in IT-Unternehmen, Gründung, Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Termin: 12.–13. Mai | ganztägig
Veranstaltungsort: Hasso-Plattner-Institut, Prof.-Dr.-Helmert-Straße 2-3, 14482 Potsdam
Teilnahme: ab 25,00 Euro

Mehr dazu auf hpi.de

 

14. Mai: Coconat feiert fünfjähriges Jubiläum

Seit fünf Jahren besteht der Coworking Space im brandenburgischen Klein Glien – ein Grund zum Feiern. Ab 14 Uhr kann das Workation Retreat erforscht werden. Außerdem wird der neue Makerspace COCOLAB zum ersten Mal für die Öffentlichkeit geöffnet und die geplante Wohnungsgenossenschaft auf dem Nachbargrundstück stellt sich vor.

Termin: 14. Mai | ab 14 Uhr
Veranstaltungsort: Coconat, Klein Glien 25, 14806 Bad Belzig
Teilnahme: kostenlos

Mehr dazu auf coconat-space.com


21. Mai: Tour de Fläming

Mit der Digitalisierung wird für viele Menschen ein Leben auf dem Land möglich. Um Brandenburg und seine lokalen Initiativen und Projekte aus der Nähe kennenzulernen, veranstaltet Neuland21 eine Radtour durch den Hohen Fläming. Halt wird an vielen kreativen Ort gemacht, die ein digitales Leben auf dem Land ermöglichen, wie dem Coworking Space Coconat und im Coworking Dorf KoDorf in Wiesenburg.

Termin: 21. Mai | 10:25–18:40 Uhr
Veranstaltungsort: Bahnhof Wiesenburg, 14827 Wiesenburg/Mark
Teilnahme: 20,00 Euro (leider nur noch über Warteliste)

Mehr dazu auf meetup.com


2. Juni: Creative Bureaucracy Festival

Wie eine moderne Verwaltung gestaltet werden kann, ist Thema beim Creative Bureaucracy Festival. Innovative Verwaltungsmitarbeitende sowie kreative Vordenkerinnen und Vordenker geben in mehreren Keynotes, Seminaren und Workshops Einblicke und erläutern, wie die Verwaltung von morgen aussieht.

Termin: 2. Juni | 8:30­­–22:00 Uhr
Veranstaltungsort: Radialsystem, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin
Teilnahme: ab 14,50 Euro

Mehr dazu auf creativebureaucracy.org


 
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